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KIG - das befundbezogene kieferorthopädische Indikationssystem

KIG - Ausnahmen!
Wichtige Hinweise zur Anwendung des KIG
Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und die Spitzenverbände der Krankenkassen haben folgende gemeinsame Erklärung zu Ziffer 12 der Kfo-Richtlinien herausgegeben, die mit sofortiger Wirkung bei der Einstufung kieferorthopädischer Behandlungen nach den kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) anzuwenden sind.
(Stand: Oktober 2002)
Gemeinsame Erklärung zur Ziffer 12 Kfo-Richtlinien
Nach Nr. 12 der Kfo-Richtlinien sollen kieferorthopädische Behandlungen, von begründeten Ausnahmen (Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten, skelettale Dysgnathien, Morbus Down, Kreuzbisse) im Milch- und frühen Wechselgebiss abgesehen, nicht vor Beginn der 2. Phase des Zahnwechsels (spätes Wechselgebiss) begonnen werden.
Mit dieser Regelung werden sowohl der Zeitpunkt des Beginns der kieferorthopädischen Behandlung nach § 29 SGB V als auch die Ausnahmen festgelegt.

Zwischen der KZBV und den Spitzenverbänden der Krankenkassen besteht Einvernehmen, dass für die Feststellung des kieferorthopädischen Behandlungsbeginns nach § 29 SGB V in Verbindung mit Nr. 12 der Kfo-Richtlinien der Behandlungsbedarfsgrad nach den kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) anzugeben ist.

Die in Ziffer 12 der Kfo-Richtlinien beschriebenen Ausnahmen müssen die Kriterien der folgenden Behandlungsbedarfsgrade erfüllen:
- Ausnahmebefund Behandlungsbedarfgrad
1. LKG und Morbus Down A5
2. Kreuzbisse in Milch- und frühem Wechselgebiss K3 oder K4
3. Progener Zwangsbiss permanenter Zähne M4
4. skelettale Dysgnathien: -
- ausgeprägter Distalbiss D5
- Progenie M4 oder M5
- Skelettal - offener Biss O5

In Fällen, in denen eine kieferorthopädische Behandlung aufgrund eines frühen Behandlungsbeginns abgeschlossen wird, ist für eine erneute kieferorthopädische Behandlung nach § 29 SGB V der Behandlungsbedarf anhand der befundbezogenen kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG) festzustellen.

>>> weitere Informationen für Zahnärzte und Kieferorthopäden

KFO - keine Regel ohne Ausnahme!
 
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