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Daumenlutschen

Daumenlutschen / Lutschen

Das am häufigsten auftretende
Habit (schlechte Gewohnheit). Neben dem Daumen und anderen Fingern kommen beim Lutschhabit noch zahlreiche andere Lutschkörper in Betracht.

Liegt ein Habit vor, dann sollte dieses Habit abgestellt werden. Kindern die großes Verlagen nach einem Lutschfinger haben, gibt man heute gerne einen Beruhigungssauger, der später leichter abzugewöhnen ist als der Lutschfinger.

Bis zum 3. Lebensjahr sollte die Lutschunart abgestellt werden, weil die dadurch entstandenen Verformungen des Kiefers später keinen natürlichen Ausgleich mehr finden.
Das Lutschen gehört zu den häufigsten Ursachen für die Entwicklung eines sog. - eventuell auch nur vorübergehend - lutschoffenen Bisses. Wird das Lutschen nicht rechtzeitig abgestellt, kann der offene Biss auf das bleibende Gebiss übertragen werden. Wird das Lutschen über das 8. und 9. Lebensjahr hinaus beibehalten, ergibt sich durchaus für die bleibenden Zähne eine Durchbruchshemmung.

Das Daumenlutschen kann (angeblich) auch zu einer Hemmung des Unterkieferwachstums führen, oder zumindest wird der Unterkiefer in die Rückbissstellung zurückgedrängt.

Gelegentlich kann eine
Mundvorhofplatte oder eine funktionskieferorthopädische Apparatur, die am Tage aber auch in der Nacht gerne getragen wird, beim Abgewöhnen der Lutschunart helfen.


Weiterführende Informationen:
Gewohnheiten - schädlich | Mundvorhofplatte |

LEXIKON:
FKO-Gerät | Habits | Mundvorhofplatte | Offener Biss | Padovan Behandlungsmethode | Schluckstörungen |
 
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