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MVP • Mundvorhofplatte

Mundvorhofplatte • MVP

Die Mundvorhofplatte (MVP) wurde schon 1956 von Dr. Erich Schönherr in Radebeul bei Dresden in die Zahnmedizin als wirkungsvolle Vorbeugemaßnahme zur Vermeidung von Kieferanomalien eingeführt und ist als geeignetes Behandlungsmittel anerkannt.

Anwendungsbereich:
Zungenfehlfunktionen (Zungenpressen, falsche Zungenlage), Lippenbeißen, Lippensaugen, zu schwache Lippenmuskulatur sowie Daumenlutschen und Fingernägelknabbern sind erworbene Angewohnheiten, die zu Zahnstellungsanomalien, ungünstigem Wachstum der Kiefer, Sprechproblemen (Lispeln) und mangelnden Kaufunktionen sowie manchmal zu Mundatmung führen können.

Aus diesem Grund ist es wichtig, diese erworbenen Angewohnheiten so früh und so schnell wie möglich abzustellen und das normale Gleichgewicht zwischen Zunge einerseits und Lippen und Wangendruck andererseits wiederherzustellen, die Zungenlage zu trainieren, die Nasenatmung einzustellen und gegebenenfalls
Zahnstellungsanomalien zu korrigieren.

Forschungsergebnisse zur Mundvorhofplatte von Prof. Sander

Die Vorhofplatte wirkt auf biologische Weise. Sie stellt verlorengegangene physiologische Beziehungen wieder her und beseitigt bestehende
Anomalien durch die Ausnutzung natürlicher Kräfte wie z.B. der Muskelkräfte und des Luftdruckes. Die Platte ist ein lose, also vollständig passiv im Munde liegendes Gerät. Erst durch die Kau-, Lippen- und Zungenmuskulatur wird die Vorhofplatte aktiviert und überträgt die Muskelkräfte auf die Zähne. Auch am Tage kann die Mundvorhofplatte getragen werden, wenn nur funktionelle Übungen erforderlich sind. Durch die Lippenübungen am Tage wird der Musculus orbicularis oris verstärkt angeregt und die reflektorische Kontraktion der Lippenmuskulatur aktiviert. Für diese Übungen wird der Patient aufgefordert, an der Platte zu saugen und mit den Fingern eine reziproke Kraft auf die Platte auszuüben. Ähnlich wie ein Turngerät wirkt die Vorhofplatte während des Tages, wenn der Patient myofunktionelle Übungen damit ausführt.

Damit ergeben sich als Indikationen der Vorhofplatte: 

* Beseitigung der Mundatmung,
* Abgewöhnung der übrigen schlechten Gewohnheiten wie Lutschen, Lippenbeißen und Lippensaugen,
* Korrektur von Stellungsanomalien der Frontzähne und zur frühzeitigen Behandlung von Distalbissen,
* Stärkung der Muskulatur vor allen Dingen des Musculus orbicularis oris,
* günstige Beeinflussung des Schluckaktes und damit Erlangung einer besseren Aussprache,
* Verhütung von weiteren Fehlentwicklungen im Gebiß,
* Retrusion protrudiert stehender Zähne - Zurückbewegen zu weit vorstehender Schneidezähne. 

weitere Forschungsergebnisse von Prof. Sander

 
Ausführliche Informationen:
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LEXIKON:
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