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• Nichtanlage



Als typisch für Hypodontie gelten folgende Zähne:

Zähne fehlen in %
Dritte Molaren (M3)
Weisheitszähne
22-28
Prämolaren (P2) in Mandibula
Zweiter kleiner Backenzahn im Unterkiefer
5,3
Prämolaren (P2) in Maxilla
Zweiter kleiner Backenzahn im Oberkiefer
2,6
Incisivi (I2) in Maxilla
Seitliche obere Schneidezähne
0,5-3
Incisivi (I1) in Mandibula
Mittlere untere Schneidezähne
0,5-1,4

Oft fehlen obere und untere Prämolaren und obere und untere Schneidezähne gleichzeitig und im bunten Wechsel !

Nichtanlage - Aplasie

Die Nichtanlage (Aplasie) von Zähnen, zumeist Unterzahl genannt, gehört zu den verbreitetsten Anomalien. Sie betrift vorzugsweise das bleibende Gebiß. Das Milchgebiß ist wesentlich anlagebeständiger.

Man trennt im allgemeinen die
hochgradigen Zahnmängelzustände (Oligodontie, Anodontie) von den mäßigen (Hypodontie). Oligodontie bzw. Anodontie sollen auf einer vererbten Hemmungsmißbildung beruhen, die von anderen (ektodermalen) Störungen begleitet sein können.

Da Nichtanlage (Aplasie)
zumeist eine erbliche Basis haben dürfte, liegt der Anteil der Personen mit mäßigem Zahnmangel (Hypodontie) unter den Geschwistern weit über dem Populationsdurchschnitt.

Der hochgradige Zahnmangelzustand (Oligodontie) kommt recht selten vor! Aufgabe des Kieferorthopäden ist es, die Zähne - entsprechend der kieferorthopädischen Gesamtsituation - so im Kiefer zu plazieren, daß der Zahnarzt eine gute Ausgangslage für eine notwendige prothetische Versorgung vorfindet.

LEXIKON:
Anomalie | Wechselgebiss | Weisheitszahn | Zahnschema | Zähne |
 
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